Nach Skiunfall: Hier meldet sich MSV-Boss Preetz aus dem Krankenhaus

Per Videobotschaft meldete sich Michael Preetz nach seinem Skiunfall aus dem Krankenhaus. Die Theken-Runde aus (von links) Sören Link, Christian Koke und Michael Jansen wünschte gute Besserung.
Bericht FunkeMEDIEN 12.02.2026: BODO MALSCH      Foto: BODO MALSCH


Duisburg. MSV-Boss Michael Preetz und Marketingchef Christian Koke sind Duisburgs „Bürger des Jahres“. Bei der Ehrung meldete sich Preetz erstmals nach seinem Skiunfall.

Der MSV und Duisburg reiten gemeinsam auf einer Euphoriewelle. Dazu passt: Das Manager-Duo Michael Preetz und Christian Koke bekam jetzt den traditionsreichen Preis zum „Bürger des Jahres“ verliehen. Geschäftsführer Preetz konnte die Ehrung nach seinem Skiunfall in Saalbach-Hinterglemm in Österreich nicht persönlich entgegennehmen. Dafür zeigte er sich das erste Mal nach dem Unfall – und zwar mit einer Videobotschaft aus dem Krankenhaus.

Seit 1974 vergibt der Hauptausschuss Duisburger Karneval (HDK) den Ehrentitel „Bürger des Jahres“ an Personen, die sich um die Stadt besonders verdient gemacht haben. Diesmal dominierten den Festabend, der ausnahmsweise am Vorabend des Altweibertags stattfand, die Farben Blau und Weiß. Preetz und Marketingchef Christian Koke wurden feierlich geehrt.

„Bürger des Jahres“ in Duisburg: MSV räumt nächste Ehrung ab

300 geladene Gäste waren zu der Feier in den festlich geschmückten Saal des Kultur- und Bürgerzentrums Steinhof in Huckingen gekommen. Darunter fanden sich Vertreter der Stadtspitze, Sponsoren von MSV und HDK, Mitarbeiter und einige Spieler der „Zebras“, angeführt von Kapitän Alexander „Ali“ Hahn und den beiden Publikumslieblingen Rasim Bulic und Joshua Bitter. Aber auch Freunde und Familien der beiden „Bürger des Jahres“ sowie Vertreter der 33 Mitgliedsvereine des Hauptausschusses waren natürlich vor Ort.


Vor der Übergabe von Orden und Urkunden plauderten der Sport-Ökonom Christian Koke (52), Oberbürgermeister Sören Link und HDK-Präsident Michael Jansen – eine Stunde lang – an einer auf der Bühne platzierten Theke über die Verdienste der beiden Jahresbürger, deren Namen sich untrennbar mit der Kampagne „MSVereint“ verbinden. Innerhalb von kurzer Zeit hätten Preetz und Koke es „geschafft, dass wir uns mit diesem MSV voll und ganz identifizieren können“.

Sören Link sah das ganz ähnlich. Früher sei es das Höchste der Gefühle gewesen, wenn Fans an ihren Autos kleine MSV-Aufkleber gehabt hätten, so der Oberbürgermeister. Preetz und Koke sei es maßgeblich zu verdanken, dass die Fußball-Botschaft heute auch wieder „viele junge Menschen erreicht, die den MSV offen nach außen tragen“. Das sei eine positive Projektionsfläche für die Stadt.

2. Liga? „Möglich, aber wir wollen nichts versprechen.“

Michael Preetz (58) konnte nicht persönlich zur Ehrung kommen. Vor wenigen Tagen brach er sich bei einem Skiunfall drei Rippen, musste wegen eines Lungenkollapses sogar in einer Klinik in Zell am See operiert werden. Von dort meldete sich der gebürtige Düsseldorfer und ehemalige Nationalspieler per Video. In hellblauem Hemd machte der Geschäftsführer der „Zebras“ da schon wieder einen guten Eindruck. „Das ist eine Auszeichnung für den gesamten MSV“, dankte er bescheiden. Schon bald soll Preetz nach Deutschland zurückkehren. MSV-Doc Dr. Peter Kaup will den Rücktransport begleiten.


Rund um die Ehrung bot der HDK ein kleines Programm mit viel Musik und den Auftritten von Prinz und Kinderprinzen-Crew. Besonders herzlich fielen die Glückwünsche von Prinz Toni I. für die frisch gebackenen „Bürger des Jahres“ aus. Kein Wunder, schließlich ist Tollität Mitglied des MSV.


Fotos der Veranstaltung: Michael Söhring / HDK